Fördertöpfe
Landesförderung Hessen — Wohnraumanpassung
Landes- und kommunale Programme in Hessen.
- BundeslandHessen
- ZuständigWIBank Hessen / Kommunen
- ArtDarlehen/Zuschuss je Programm
- KombinierbarkeitMit Pflegekasse und KfW prüfen
Kurz gesagt
Hessen bietet über die WIBank und einzelne Kommunen ergänzende Förderwege für barrierefreien Umbau, die regional unterschiedlich ausgestaltet sind.
Einordnung
In Hessen fördert die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) mit dem Programm „Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum“ gezielt bauliche Anpassungen wie Treppenlifte, barrierefreie Bäder oder den Einbau eines Aufzugs in selbst genutztem Wohneigentum. Anspruchsberechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer oder Inhaber eines Erbbaurechts, die die Wohnung selbst nutzen und in deren Haushalt eine Person mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder einem Pflegegrad ab 2 lebt.
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 50 Prozent der zuschussfähigen Kosten, gedeckelt je nach Maßnahmenart, etwa 6.500 Euro für den Einbau eines Lifts, insgesamt jedoch begrenzt auf maximal 15.000 Euro Zuschuss je Wohneinheit bei bis zu 30.000 Euro zuschussfähigen Gesamtkosten. Voraussetzung sind unter anderem ein Mindestkostenvolumen der Maßnahme, die Einhaltung technischer Vorgaben nach DIN 18040 Teil 2 sowie die Antragstellung bei der WIBank vor Beginn der Umbauarbeiten. Kombinierbar ist der Zuschuss grundsätzlich mit dem Zuschuss der Pflegekasse und dem KfW-Kredit 159.
Weil dieser hessische Zuschuss zusätzlich zum Pflegekassen-Zuschuss ansetzt, kann in Hessen ein größerer Teil der Gesamtkosten gedeckt werden als in Bundesländern ohne vergleichbar konkretes Zuschussprogramm.
Die wichtigsten Fakten
| Bundesland | Hessen |
|---|---|
| Zuständig | WIBank Hessen / Kommunen |
| Art | Darlehen/Zuschuss je Programm |
| Kombinierbarkeit | Mit Pflegekasse und KfW prüfen |
Für wen geeignet
Geeignet für hessische Wohneigentümer mit einem Haushaltsmitglied, das einen Grad der Behinderung von mindestens 50 oder einen Pflegegrad ab 2 nachweisen kann. Nicht geeignet für Mieter ohne Wohneigentum sowie ohne die geforderte Behinderungs- oder Pflegegrad-Voraussetzung.
Typische Stolpersteine
- Grad der Behinderung oder Pflegegrad vor Antragstellung durch entsprechende Bescheide nachweisen können.
- Antrag zwingend vor Beginn der Umbauarbeiten bei der WIBank einreichen.
- Einhaltung der technischen Vorgaben nach DIN 18040 Teil 2 mit dem Anbieter besprechen.
- Deckelung von 15.000 Euro Zuschuss je Wohneinheit bei der Gesamtkalkulation berücksichtigen.
Fragen und Antworten
Wie hoch ist der WIBank-Zuschuss für einen Treppenlift?
Für den Lifteinbau sieht das Programm einen Zuschuss von bis zu 6.500 Euro vor, im Rahmen der insgesamt bis zu 15.000 Euro Zuschuss je Wohneinheit bei bis zu 30.000 Euro zuschussfähigen Gesamtkosten.
Wer erfüllt die Voraussetzungen in Hessen?
Antragsberechtigt sind Wohneigentümer, die die Wohnung selbst nutzen und in deren Haushalt eine Person mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder einem Pflegegrad ab 2 lebt.
Kann der Zuschuss mit dem Pflegekassen-Zuschuss kombiniert werden?
Ja, der hessische Zuschuss lässt sich grundsätzlich mit dem Zuschuss der Pflegekasse nach § 40 SGB XI kombinieren, was die Eigenbeteiligung an den Gesamtkosten zusätzlich senken kann.
Muss der Umbau die Vorgaben von DIN 18040 exakt erfüllen?
Die WIBank verlangt, dass sich die Maßnahme an den technischen Vorgaben der DIN 18040 Teil 2 orientiert; Abweichungen im Einzelfall sollten vor Antragstellung mit der Bewilligungsstelle abgeklärt werden.
Offizielle Quelle
WIBank Hessen – Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum · Stand: 09/2026
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