Glossar
Homelift
Homelift ist ein Fachbegriff mit klarer Bedeutung und typischen Missverständnissen. Beides steht hier, mit Verweis auf die Praxis.
Definition
Ein Homelift ist ein kleiner, senkrecht fahrender Aufzug für den privaten Einbau über mehrere Etagen, meist ohne eigenen Maschinenraum. Er transportiert Personen und leichte Lasten in einer geschlossenen Kabine und eignet sich für Mehrgeschosser mit dauerhaftem Mobilitätsbedarf.
Kurz eingeordnet
Ein Homelift ist ein kleiner, senkrecht fahrender Aufzug für den privaten Einbau über mehrere Etagen, meist ohne eigenen Maschinenraum und mit geschlossener Kabine. Im Gegensatz zum Sitzlift, der an einer schrägen Treppenschiene fährt, transportiert der Homelift Personen und leichte Lasten senkrecht durch eine Deckenöffnung oder einen angebauten Schacht und eignet sich damit auch für Rollatoren oder kleinere Rollstühle. Vom Senkrechtlift, der meist außen an der Fassade geführt wird, unterscheidet er sich durch den typischerweise innenliegenden Einbau.
Weil ein Homelift eine geschlossene Kabine, eine eigene Antriebstechnik und einen baulichen Durchbruch zwischen den Etagen benötigt, ist der Einbau aufwendiger und in der Anschaffung höher als bei einem Sitz- oder Plattformlift; verlässliche Werte liefert nur ein individueller Kostenvoranschlag. Homelifte unterliegen je nach Bauart entweder der Aufzugsrichtlinie oder der Maschinenrichtlinie und müssen Sicherheitsanforderungen wie Fangvorrichtung, Notabsenkung und Überlastschutz erfüllen. Für die Förderung gelten dieselben Programme wie bei anderen Liftarten: Zuschuss nach § 40 SGB XI bei Pflegegrad sowie der KfW-Kredit 159 unabhängig vom Pflegegrad.
In der Praxis
In der Beratung wird beim Homelift zuerst geprüft, ob eine Deckenöffnung zwischen den Etagen technisch und statisch möglich ist oder ob ein außenliegender Schacht nötig wird. Relevante Kriterien sind außerdem die gewünschte Kabinengröße, die Tragkraft für Rollator oder Rollstuhl und die verfügbare Stellfläche je Etage.
Weiterlesen im Themenfeld Liftarten & Modelle.
Daten im Überblick
| Bauform | Geschlossene Kabine, senkrechte Fahrt über mehrere Etagen |
|---|---|
| Typische Tragkraft | ca. 250 kg laut Hersteller-Datenblättern |
| Maschinenraum | In der Regel nicht erforderlich |
Das gehört dazu
- Senkrechtlift
- KfW 159
- § 40 SGB XI
- Sitzlift
- Wartungsvertrag
- Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- Notabsenkung
- Beratungstermin Treppenlift
- Treppensteiger
Fragen und Antworten
Wie viel Platz benötigt ein Homelift im Haus?
Das hängt vom Modell ab, viele Systeme kommen mit einer Deckenöffnung von rund einem Quadratmeter pro Etage aus. Die genaue Stellfläche wird im Rahmen des Aufmaßes vor Ort ermittelt.
Kann ein Homelift auch nachträglich in ein bestehendes Haus eingebaut werden?
Ja, viele Systeme sind speziell für den nachträglichen Einbau ohne klassischen Aufzugsschacht konzipiert. Voraussetzung ist eine statisch geeignete Stelle für die Deckenöffnung oder einen angebauten Außenschacht.
Ist ein Homelift für Rollstuhlfahrer geeignet?
Viele Modelle bieten ausreichend Kabinengröße und Tragkraft für einen Rollstuhl, das sollte jedoch anhand der konkreten Maße und des Nutzergewichts im Datenblatt geprüft werden. Nicht jedes kompakte Modell ist rollstuhlgerecht ausgelegt.
Quelle: KfW-Merkblatt Programm 159 – Altersgerecht Umbauen · Stand: November 2026
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